Die Geschichte des Christbaumes

Der Weihnachtsbaum geht auf vorchristliches Brauchtum zurück. Zur Feier der Wintersonnenwende wurden in den zwölf Rauhnächten grüne Zweige als Schutz und Zaubermittel vor bösen Geistern und zur Beschwörung des Sommers geschlagen. In allen Kulturen und Religionen war der immergrüne Baum Wohnstätte der Götter und damit Zeichen des Lebens. Er symbolisiert Fruchtbarkeit und Wachstum, und in diesem Bereich ist auch der grüne Weihnachtsbaum einzuordnen. Auch in der Heiligen Schrift spielt der Baum eine große Rolle - vom Baum des Lebens im Paradies bis zum Baum des Kreuzes. Der Brauch, einen Christbaum aufzustellen, hatte im Elsaß und im Schwarzwald um 1509 seinen Ursprung. Er wurde von Martin Luther und den Reformatoren zum Weihnachtssymbol der Protestanten erklärt. Wesentlich später, in den Kriegen gegen Napoleon, wurde schließlich die Tanne zum Friedenssymbol aller Deutschen. Der Christbaum stellt die Verkörperung des Paradiesbaumes dar, an dem die Früchte des Lebens hängen, dargestellt durch Äpfel, Nüsse, Lebkuchen und heute - im übertragenen Sinne - durch goldenen und silbernen Christbaumschmuck.